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Aussagen der Biker Union e.V.

Frage
·  EU-Lautstärkegrenzwerte
·  Wechselkennzeichen
·  Leitplankenprotektoren
·  Nationale Umsetzung der EU-Führerscheinregelung
·  Kilometer-Pauschbeträge für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte
·  Beinprotektoren
·  TÜV
·  Schutzkleidungsnorm
·  Straßensperrungen
·  Helmpflicht
·  Umweltschutz
·  Normen
·  Das Motorrad im Straßenverkehr
·  Aussagen der BU zu parteipolitischen Aussagen
·  Busspuren
·  Gebührenpflichtige Parkplätze
·  Motorradparkplätze
·  Überholverbot
·  Verkehrspolitik
·  Zukünftige KFZ-Besteuerungsgrundlage

 

Antwort
·  EU-Lautstärkegrenzwerte

Die zur Zeit gültigen Lautstärkegrenzwerte von 80 dB(A) sieht die BIKER UNION als ausreichend an. Eine weitere Verschärfung der Grenzwerte auf 77 dB(A) hätte zur Folge, das sämtliche luftgekühlte Motoren vom Markt verschwinden würden. Außerdem können die von der EU geplanten Grenzwerte der Stufe 3 nur noch mit vollgekapselten Motoren erreicht werden. Mit einem lauteren Fahrzeug wird man früher wahrgenommen als mit einem Leiseren. Dies sollte man nicht unterschätzen, zumal ein Motorrad bereits durch seine schmale Silhouette schlechter wahrgenommen wird.

·  Wechselkennzeichen

Die BU spricht sich für die Einführung eines Wechselkennzeichens aus. 
So wäre die Benutzung nur eines austauschbaren Kennzeichens für Auto und Motorrad möglich. Das lästige An- und Abmelden fiele weg.

·  Leitplankenprotektoren

Die BIKER UNION fordert das sofortige bundesweite Anbringen von Leitplankenprotektoren. 
Leitplanken sollen Autofahrer vor den Folgen ihres Fehlverhaltens schützen. Schutzvorrichtungen, wie diese, dürfen aber auf keinen Fall andere Verkehrsteilnehmer, in diesem Fall uns Biker, zusätzlich gefährden.

·  Nationale Umsetzung der EU-Führerscheinregelung

Der Direkteinstieg in die Führerscheinklasse A (alt Kl.1) ab dem 21 Lebensjahr soll ermöglicht werden. 
Die BAGMO setzt sich für die Einführung der Führerschein Klasse A1, motorisierte Zweiräder bis 125 ccm, mit einer max. Motorleistung von 11 kW ein. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit sollte nicht festgelegt werden. 
Führerschein Klasse 4 (alt), motorisierte Zweiräder bis 50 ccm mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, soll in die Klasse B (alt Kl.3) integriert werden. Die Integration der Klasse A1 in die Klasse B soll diskutiert werden.

·  Kilometer-Pauschbeträge für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Die BU fordert in Zusammenarbeit mit der BAGMO die Gleichstellung das Pauschbetrages für Motorräder mit dem Pauschbetrag für Autos, da die Unterhaltskosten mindestens gleich hoch sind. Außerdem würde dadurch das Motorrad als Nutzfahrzeug für den individuellen Pendlerverkehr attraktiver werden.

·  Beinprotektoren

Die BIKER UNION setzt sich gegen die Beinprotekoren an Motorrädern ein. 
Die bisher in England durchgeführten Forschungsarbeiten zu diesem Thema, gingen von falschen Voraussetzungen aus, die zu einer zusätzlichen Gefährdung führten. Die Einführung der Beinprotekoren hätte zur Folge, daß Chopper und Crossmaschinen, aufgrund der daraus folgenden Sitzhaltung, nicht mehr produziert würden.

·  TÜV

Eine Institution, die den verkehrssicheren Zustand von Kraftfahrzeugen überprüft, ist nötig. Die BIKER UNION sieht allerdings die z.Zt. praktizierte TÜV-Willkür nicht als richtig an.

·  Schutzkleidungsnorm

Die BIKER UNION sieht die in Arbeit befindliche Schutzkleidungsnorm als sehr kritisch an. Mit einem klaren "NEIN" wendet man sich gegen den direkten (durch den Gesetzgeber) oder indirekten (z.B. durch Versicherungen) Tragezwang von Schutzkleidung für Motorradfahrer. Eine Normierung zur Festlegung von Mindestanforderungen ist in Ordnung

·  Straßensperrungen

Die BIKER UNION wendet sich grundsätzlich gegen einseitige Straßensperrungen aller Art. "NEIN" hieß es zu einseitigen Sperrungen für Motorräder, auch im Bereich von Kliniken etc. Sollte in solchen Fällen Ruhezonen notwendig sein, muß eine Sperrung für alle KFZ ausgesprochen werden. Hier gilt der Gleichbehandlungsgedanke. 
Sinnvoll angewandte Verkehrsberuhigung in Gebieten z.B. um Krankenhäusern, die alle Verkehrsteilnehmer betreffen, sind zu begrüßen. 
Auf keinen Fall können wir akzeptieren, daß aufgrund fadenscheiniger Behauptungen Strecken für Motorräder gesperrt werden.

·  Helmpflicht

Die BIKER UNION stellt nicht den Sinn des Tragens von Schutzhelmen in Frage, aber die gesetzlich vorgeschriebene Pflicht. 
Als Nachteile für das Tragen des Helmes seien z.B. die schlechtere Sicht oder der Hitzestau unter dem Helm im Sommer genannt. Der zukünftig vorgeschriebene ECE-Helm hat laut einer australischen Studie den Nachteil, unter bestimmten Voraussetzungen, Genickbrüche zu verursachen.

·  Umweltschutz

Gerade als naturliebende Motorradfahrer sind wir an einer intakten Umwelt interessiert. 
Aufgrund des geringen Platzbedarfs bietet das Motorrad große Vorteile zur Bewältigung des innerstädtischen Individualverkehrs. Die Zahl der Staus und die Parkplatzprobleme in den Großstädten könnten schnell und kostengünstig bewältigt werden. So könnte das Motorrad im Individualverkehr der Zukunft sehr wohl ergänzend zum Auto an Stellenwert gewinnen. 
Bei der Herstellung eines Motorrades werden nur 1/4 der Rohstoffe benötigt, die zur Herstellung eines Autos nötig wären. Das Beinhaltet auch den Energiebedarf bei der Herstellung. 
Der BIKER UNION ist unverständlich, warum Bemühungen von Herstellern, Motorräder noch umweltfreundlicher zu machen, vom Gesetzgeber nicht belohnt werden.

·  Normen

Grundsätzlich sind Normen, die bauartbedingte Mindestanforderungen festlegen zu begrüßen. Allerdings dürfen Normen nicht durch Gesetze bzw. Richtlinien zum Zwang werden. Höchstmögliche Sicherheit für denjenigen, der es wünscht!

·  Das Motorrad im Straßenverkehr

Die BIKER UNION sieht das Motorrad nicht als ausschließliches Freizeitgerät, sondern als zukunftsträchtiges Verkehrsmittel. 
Ein Motorrad hat naturgemäß einen wesentlich geringeren Platzbedarf im Verkehrsfluß und beim Parkraum. Zudem ist es das wirtschaftlichste Fahrzeug mit Verbrennungsmotor im Verhältnis von Leistung zu Spritverbrauch.

·  Aussagen der BU zu parteipolitischen Aussagen

Die BIKER UNION ist grundsätzlich unpolitisch, besser gesagt parteipolitisch neutral. Wir arrangieren uns nur politisch und somit überparteiisch, wenn es um die Rechte der Motorradfahrer geht. 
Wir wehren uns aber gegen jede radikale Strömung aller Richtungen, die es dem Einzelnen erschweren wollen, sein individuelles Leben zu führen.

·  Busspuren

Mitbenutzung der Busspuren durch das Motorrad, wie es in anderen europäischen Großstädten bereits der Fall ist, soll auch in der Bundesrepublik eingeführt werden.

·  Gebührenpflichtige Parkplätze

Die Schaffung von Ausnahme- bzw. Sonderregelungen durch den Gesetzgeber über die Anbringung von Parkscheinen, Parkscheiben an Motorrädern ist dringend nötig. 
Außerdem wird die Freigabe bzw. Einrichtung von Motorradparkplätzen in Parkhäusern und auf Parkplätzen der öffentlichen Hand gefordert

·  Motorradparkplätze

Die BU fordert die Einrichtung von mehr Motorradparkplätzen zur Förderung des Motorrades im Individualverkehr. Eine Nutzung von Restflächen (z.B. Sperrflächen) als Motorradparkplätze käme hier in Betracht.

·  Überholverbot

Ein klares "NEIN" zur momentanen Regelung des Überholverbots StVO § 41 Abs. 2. Eine Erweiterung des Überholverbots auf das Überholen von einspurigen motorisierten Fahrzeugen, mit der Ausnahme von Mofas ist dringend erforderlich.

·  Verkehrspolitik

Individualverkehr belastet die Umwelt, verbessert aber auf der anderen Seite die Lebensqualität der Menschen. 
Die Möglichkeit, sich eigenständig motorisiert fortzubewegen, ist in unserer Gesellschaft eines der größten Freiheiten die wir haben, Die BU bekennt sich mit einem deutlichen "JA" zum Individualverkehr. 
Das öffentliche Netz der Verkehrsmittel ist soweit auszubauen, daß es jeder bequem und sinnvoll nutzen kann, wann er es wünscht, z.B. auf dem Weg zur Arbeit. 
Der Individualverkehr ist nicht durch Maßnahmen wie Steuererhöhungen zu erschweren, sondern das öffentliche Netz der Verkehrmittel ist attraktiv zu gestalten. 
Die BU fordert in Zusammenarbeit mit der BAGMO die Förderung des motorisierten Zweirades als Nutzfahrzeug, sowie die Anerkennung des Motorrades als gleichberechtigtes Verkehrsmittel. Aufgrund des geringen Platzbedarfs bietet das Motorrad große Vorteile zur Bewältigung des innerstädtischen Individualverkehrs.

·  Zukünftige KFZ-Besteuerungsgrundlage

Eine Besteuerung ausschließlich nach Emissionen, wie es beabsichtigt ist, wird von der BU abgelehnt. 
Langfristig wird eine Besteuerung aller steuerpflichtigen KFZ-Typen nach der gesamtökologischen Belastung gefordert. Schließlich werden bei der Herstellung eines Motorrades nur 1/4 der Rohstoffe benötigt, die zur Herstellung eines PKW's nötig wären. Somit wird später auch die Verschrottung billiger.

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