Politische Arbeit: Zu Gast beim Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee
Geschrieben am Dienstag, 21.Oktober. @ 20:48:00 von Supervisor |
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Die Biker Union e.V. stellt ihre Arbeit als Interessenvertretung der Motorradfahrer vor und vereinbart eine enge Zusammenarbeit zu gemeinsamen Themen
(BU/rf) Zu einem „lockeren Gespräch“ trafen sich am 16. Oktober 2008 Vertreter der Biker Union e.V. (BU) mit dem Bundesverkehrsminister, Herrn Wolfgang Tiefensee, im Ministerbüro in Berlin. Mit von der Partie war auch MdB Dr. Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, der den Wahlkreis Hamm im Deutschen Bundestag vertritt.
Ziel dieses Gedankenaustauschs, der den Auftakt für weitere Kontakte bildet, war das gegenseitige Kennenlernen sowie die Vorstellung der Arbeit der Biker Union e.V., die sich seit ihrer Gründung vor 22 Jahren für die Interessen der Motorradfahrer in Deutschland, in der EU und in den relevanten UN-Gremien einsetzt. Dabei spielten Fragen der Verkehrssicherheit, eine „motorradfreundliche“ Straßeninfrastruktur, die Umsetzung der 3. EU-Führerscheinrichtlinie in nationales Recht, aber auch die Rolle des motorisierten Zweirads als um-weltfreundliche Alternative im Individualverkehr eine große Rolle.
„Der persönliche Kontakt zur Führungsspitze des Verkehrsministeriums ist für unsere politische Arbeit als bundesweit tätige Interessenvertretung von großer Bedeutung“ sagte Rolf „Hilton“ Frieling, Vorsitzender der Biker Union e.V., im Anschluß an den Kurzbesuch. „Bereits seit vielen Jahren arbeiten wir mit der Arbeitsebene des Ministeriums zusammen. Dabei konnten wir unsere Kompetenz in Bezug auf die spezifischen Belange von motorisierten Zweiradfahrern einbringen und viel für uns Motorradfahrer erreichen. Minister Tiefensee hat zugesagt, die Zusammenarbeit mit der Biker Union zu intensivieren. Der Besuch bei wird uns daher zusätzliche Türen öffnen, die wir im Interesse aller Zweiradfahrer nutzen werden.“
„Die Biker Union e.V. als parteipolitisch unabhängige Interessenvertretung wird ihre Kontakte zur Bundespolitik in den nächsten Monaten deutlich ausweiten, um auf die Probleme von uns Motorradfahrern hinzuweisen und konstruktive Lösungsansätze aufzuzeigen“ ergänzte Christian „Terror“ Görlitz, stellvertretender Vorsitzender der BU und Verantwortlicher des BU-Regionalbüros Hamm. „Bei uns in Nordrhein-Westfalen hat sich die Zusammenarbeit mit den Behörden beim Thema Verkehrssicherheit und Straßeninfrastruktur sowohl auf lokaler als auch auf Landesebene sehr positiv entwickelt. Die BU als unbequemer, aber konstruktiver Gesprächspartner wird dort mittlerweile sehr geschätzt. Diese Zusammenarbeit wollen wir auf die gesamte Bundesrepublik sowie auf weitere Themenbereiche ausdehnen.“
„Im nächsten Jahr ist Bundestagswahl“ fügte Dieter Schnabel, Verantwortlicher für politische Kontakte der BU, an. „Da ist es wesentlich einfacher, offene Ohren bei den Politikern zu finden. Deswegen werden wir im nächsten Schritt die verkehrspolitischen Sprecher der Parteien mit unserem Besuch beehren. Denn nur gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligter führen zum nachhaltigen Erfolg, gerade beim Thema Verkehrssicherheit.“
Zum Abschluß des Besuchs wurden die von den Fahrerverbänden gesammelten ca. 42.000 Unterschriften zum „Vorbeifahren mit Krafträdern an Kolonnen im Stau“ an den Minister übergeben. Die vor ca. 10 Jahren in Österreich offiziell eingeführte Regelung hat nicht zu dem befürchteten Anstieg der Unfallzahlen geführt sondern hat sich positiv auf die Verkehrssicherheit ausgewirkt. Während das Vorbeifahren innerorts auch in Deutschland erlaubt ist, wird es außerorts im Regelfall lediglich geduldet. Hier streben die Verbände Rechtssicherheit für die betroffenen Zweiradfahrer an.
Bei der Verabschiedung der Delegation sagte Minister Tiefensee, daß er die Einladung der Biker Union gerne annimmt, bei der im nächsten Jahr stattfindenden Sternfahrt der BU nach Berlin eine Rede auf der Abschlußkundgebung am Brandenburger Tor zu halten.

Foto: Matthias „Lawyer“ Münch, BU
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