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Motorradweihnachtsmarkt Neumünster |
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Zum 2. Mal wollte nun der BU-Stammtisch Plöner See auf der Motorradmesse in Neumünster die Biker Union e.V. mit einem Infostand präsentieren. Und wieder begannen die Vorbereitungen dazu mit Unsicherheit und einem leichten Blackout im Schädel. „Wie viel Flyer hatte ich letztes Jahr noch drucken lassen?“, ich überlegte krampfhaft, es fiel mir aber nicht mehr ein. Zum Glück bewahrt man sich ja die alten BU-aktiv auf und so konnte ich in aller Ruhe in der Ausgabe 1/2008 in unserem Bericht der Messe von 2007 nachlesen, wie viel denn nun wirklich über den Tresen geschoben wurden. Dann machte ich mich auf den Weg zu Staples, ahnte jedoch nicht, dass ausgerechnet heute der interne Copyshop personell unterbesetzt war.... Ich überreichte der Angestellten stolz meinen USB-Stick mit den gespeicherten Dateien, gab meine Bestellung an Flyern und Plakaten unterschiedlichster Größe auf und legte damit dann das Geschäft am Counter für mindestens eine halbe Stunde lahm. Für die, die nach mir kamen und warteten, muss es sich wie eine Stunde angefühlt haben. Die bohrende Blicke waren jedenfalls deutlich im Nacken zu spüren, und ich entschloss mich, die mir einzeln über die Theke gereichten fertig gedruckten Plakate schnellstens zusammen zu rollen und vorsichtig in den Tiefen meines Citybags verschwinden zu lassen. Erste leise Dialoge wurden hinter mir laut und ich hörte Satzbrocken wie „...Plakate für so´ne Schei...-Demo“ oder „...irgendwelche Motorradfahrer...“ und ähnliches. Nach 10 Minuten nahm eine Dame gesetzteren Alters wohl allen Mut zusammen, stellte sich auf die Zehenspitzen und grölte über die Köpfe der anderen Wartenden in meine Richtung. „Dauert´s noch lange?“, greinte sie mit schnarrender Stimme. Der Startschuss war gefallen. Jetzt fielen auch den anderen mit äußerst intelligenten Bemerkungen über mich her und aus dem leisen Gemurmel wurden ein tosendes Geraune. „Ich hab nicht ewig Zeit....“ und „Toll, immer hab ich die A...karte.“, waren nur die harmlosesten Äußerungen. Ich drehte mich um, überlegte kurz, ob ich den Wartenden etwas von der Sternfahrt und deren Sinn erzählen sollte, verwarf diesen Gedanken aber, nachdem ich in der wartenden Schlange die „grauhaarige Dauerwelle“ vom Parkplatz entdeckt hatte, der ich kurz zuvor den einzigen noch freien Parkplatz vor der Nase weggeschnappt hatte. „Das wäre dann alles....“, sagte die Angestellte freundlich, übergab mir die letzten Ausdrucke und beendete somit diese äußerst unangenehme Situation. Im Vorbeigehen an der Schlange kassierte ich noch ein paar giftige Blicke und eine Breitseite der Kassiererin, dass das nächste Mal ein Zeitpunkt für einen Copyjob außerhalb der Stoßzeiten wohl sinnvoller sei. Die weiteren Vorbereitungen zur Messe verliefen dann wie immer. Checkliste abarbeiten, diversen Kleinkram wie Reißzwecken, Kabelbinder, Draht, Klebeband und Nägel besorgen und erst einmal Accessoires, Kundenstopper, Bilderwände, Staubsauger, Teppich, Flyerkartons, Zeitungen und Trennwände im Wohnzimmer zur besseren Übersicht aufstapeln. Beim Auftürmen wurde natürlich akkurat darauf geachtet, dass die Körbe und Kartons eine Blickschneise zum Fernseher freiließen und dass der PC noch atmen konnte. Nachdem alles beisammen war, schätzten wir das Volumen. Nicht nach mathematischer Formel, sondern nach Golfs...und das waren in etwa 2½.
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